Bambus in der Welt
Bambus ist eine Unterfamilie der Gräser und zeichnen sich durch eine große
Vielfalt bezüglich Wuchseigenschaften und geografischer Verbreitung aus.
Bambus kommen natürlich auf allen Kontinenten vor, außer in Europa. Ihre
Höhenausbreitung geht vom Meeresspiegelniveau bis in die Gebirge, 3000 bis
4000 m über dem Meeresspiegel, im Himalaja und in den Anden. Im Norden
dringen die Bambus bis in den Norden Chinas, Japans und Koreas vor, während
sie im Süden auch noch in Chile vertreten sind.
Bambus sind Gräser! Im Augenblick sind etwa 1200 Arten erfasst, aufgeteilt
in zwei Hauptgruppen: verholzender und krautartige Bambus. Die letzteren
ähneln Gräsern, oftmals mit breiteren Blättern, und wachsen im Unterholz in
tropischen Wäldern. Sie werden umgangssprachlich Pygmäenbambus genannt und
wachsen als Bodendecker zwischen den Bäumen.
Die viel interessanteren Bambus sind die verholzenden Gattungen und Arten,
möglicherweise wegen ihrer spektakulären Größe. Die größten Bambus in Asien
wachsen bis zu 40 m hoch! Bambus sind die am schnellsten wachsenden Pflanzen
der Erde, ein tägliches Wachstum von einem Meter in 24 Stunden ist nicht
außergewöhnlich. Der Weltrekordhalter ist Phyllostachys edulis: ein Austrieb
wuchs 121 cm in nur 24 Stunden!
Bambus sind auch extrem nützliche Pflanzen, über 1000 verschiedene
Verwendungsarten wurden registriert. Bambus wird als Faserstoff und für
Papier, in der Konstruktion und für strukturellen Bau, für Möbel, als
Nahrung und als Futtermittel verwendet. Bambus wird umgangssprachlich das
Bauholz des armen Mannes genannt, da es in allen Aspekten des Lebens benutzt
wird. In ländlichen Gegenden wird Bambus zu allem verarbeitet, von der
Heugabel bis zum Sarg!
Die verholzenden Bambus lassen sich in zwei wichtige Gruppen unterordnen.
Auf der einen Seite sind die Arten der temperierten Klimazonen, also Bambus
die der Kälte und dem Frost widerstehen und die immergrün sind, einige sogar
in den härtesten Wintern.
Auf der anderen Seite gibt es die Gruppe der tropischen Bambus, die kaum
oder gar nicht dem Frost widerstehen, die aber im Allgemeinen höher und
breiter wachsen. In warmen Klimas werden einige tropische Arten als
Zierpflanzen im Garten verwendet, aber meist dienen sie als Bauholz oder als
Futterpflanze. |
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